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Bürgerbus Hilchenbach unterzeichnet Vertrag mit den Verkehrsbetrieben Westfalen-Süd

(von links nach rechts) Inge Bruch, Erhard Wiesel, Bürgermeister Hans-Peter Hasenstab, Hans-Jörg Langenbeck, Inge Grebe, Dr. Peter Neuhaus, VWS-Geschäftsführer Prof. Dr. Hermann Zemlin und Achim Walder

VWS-Geschäftsführer Prof. Dr. Hermann Zemlin, Inge Grebe, Bürgermeister Hans-Peter Hasenstab
(hintere Reihe): Inge Bruch, Achim Walder, Erhard Wiesel, Hans-Jörg Langenbeck und Dr. Peter Neuhaus

"Viele strahlende Gesichter sind bei so ernsten Angelegenheiten wie einer Vertragsunterzeichnung nicht selbstverständlich. Beim Termin des BürgerBus Hilchenbach e.V. mit den VWS Verkehrsbetrieben Westfalen-Süd war die Vorfreude bei allen Beteiligten allerdings deutlich zu spüren und zu sehen.

Zu Recht, denn mit der Vertragsunterzeichnung über den Betrieb und die Abwicklung eines Bürgerbus-Projektes im Gebiet der Stadt Hilchenbach, so die offizielle Bezeichnung, ist eine weitere wichtige Hürde für den Verein genommen.

Die fünfseitige Regelung enthält für beide Vertragspartner eine ganze Reihe Aufgaben, die für einen erfolgreichen Betrieb des Bürgerbusses zu erfüllen sind. Letztlich ist die Vereinbarung aber ein "Geben und Nehmen", so dass der Geschäftsführer der VWS, Prof. Dr. Hermann Zemlin zu Recht den Sinn und Wert der Zusammenarbeit betonte: "Bei Bürgerbus-Projekten geht es darum, den Öffentlichen Personennahverkehr dort sicher zu stellen, wo die VWS diesen aus Kostengründen leider nicht mehr durchführen kann." Verständlich also, dass die Verkehrsbetriebe an gut funktionierenden Bürgerbussen interessiert sind, da durch diese Einrichtung der ÖPNV insgesamt gestärkt wird. Die VWS sieht ihre Rolle daher auch als Helfer für diese Projekte. "Unsere Unterstützung umfasst nicht nur Beratung und Logistik, sondern geht bis zur finanziellen Hilfe", legte Hermann Zemlin im Blick auf das Angebot der VWS zur intensiven Kooperation dar.

Dass diese Zusammenarbeit bereits auf gutem Wege ist, machte Hans-Jörg Langenbeck, der für die Linienführung des Bürgerbusses mitverantwortlich ist, deutlich: "Unsere Fahrpläne sind selbstverständlich auf den bestehenden Linienverkehr der VWS abgestimmt."

Die gute Zusammenarbeit für den Bürgerbus in Hilchenbach begrüßte auch Bürgermeister Hans-Peter Hasenstab. Bei dieser Gelegenheit versäumte er es nicht, den engagierten Bürgerbus-Initiatoren für ihren Einsatz zu danken. Gleichzeitig machte er nochmals deutlich, dass die Stadtverwaltung den Bürgerbus zwar im Rahmen seiner Ehrenamts-Initiative ein wenig unterstützen kann, aber der Betrieb im Sinne der Sache durch bürgerschaftliches Engagement sicher gestellt werden muss.

Dabei macht der Verein weitere Fortschritte, wie die kommissarische Vorsitzende Inge Grebe zu berichten wusste. Aktuelle Aufgabe ist die Suche nach zusätzlichen Sponsoren für das Angebot Bürgerbus. Wenn kurzfristig noch einige Gönner gefunden werden können, wartet der Verein eigentlich nur noch auf die Genehmigung des Bürgerbusverkehrs durch die Bezirksregierung. Auch wenn also personelle und finanzielle Unterstützung weiterhin gesucht wird, wagte Inge Grebe eine optimistische Prognose: "Im März 2007 fahren auch in Hilchenbach erstmals Bürger für Bürger."

Achim Walder, der in Kreuztal den ersten Bürgerbus im Kreis erfolgreich eingeführt und seitdem einige Projekte in der Region unterstützt hat, verwies in diesem Zusammenhang darauf, dass alle bestehenden Bürgerbusvereine bei einem Treffen mit dem NRW-Verkehrsminister die dauerhafte Förderung dieser gerade im ländlichen Raum sinnvollen Projekte einfordern werde. Die Hilchenbacher wollen dabei sein, wenn auch noch ohne eigenen Bürgerbus."